3.1 Systemvoraussetzungen
Für den Betrieb des MCDMS WebService werden folgende Komponenten benötigt.
Betriebssystem
Unterstützt werden aktuelle Windows-Betriebssysteme mit Unterstützung für .NET.
Empfohlen werden:
- Windows Server 2022
- Windows Server 2025
Der Betrieb auf aktuellen Windows-Desktop-Versionen (Windows 10/11) ist ebenfalls möglich, wird jedoch ausschließlich zu Testzwecken empfohlen.
.NET Runtime
Auf dem Zielsystem muss die passende .NET Runtime installiert sein.
Der WebService benötigt:
Microsoft .NET Runtime 10.x
Die installierte Version kann über die Eingabeaufforderung geprüft werden:
dotnet --list-runtimes
Netzwerk
Für den Betrieb wird benötigt:
- feste IP-Adresse oder DNS-Name
- HTTPS-Port (z. B. 5001 oder 443)
- gültiges Serverzertifikat
- Firewallfreigabe für den verwendeten HTTPS-Port
Zertifikat
Die Kommunikation erfolgt ausschließlich verschlüsselt.
Hierfür wird ein Serverzertifikat benötigt.
Das Zertifikat muss:
- im Zertifikatsspeicher LocalMachine\My vorhanden sein
- einen privaten Schlüssel besitzen
- für Server Authentication freigegeben sein
- gültig und nicht abgelaufen sein
- einer vertrauenswürdigen Zertifizierungsstelle zugeordnet sein
Während der Installation werden diese Eigenschaften automatisch geprüft.
3.2 Installationspaket
Das Installationspaket besteht aus den Programmdateien des WebService.
Beispiel:
MCDMS.WebService.exe
appsettings.json
Installieren.ps1
Deinstallieren.ps1
Alle Dateien müssen sich im selben Verzeichnis befinden.
3.3 Konfiguration vorbereiten
Vor der Installation muss die Datei
appsettings.json
an die jeweilige Klinik angepasst werden.
Dabei werden unter anderem folgende Einstellungen vorgenommen:
- Dienstname
- Installationsverzeichnis
- Datenverzeichnis
- HTTPS-Adresse
- Zertifikat
- API-Key
- freigegebene IK-Nummern
- maximale Dateigröße
Die vollständige Beschreibung aller Konfigurationsparameter befindet sich im Kapitel 4. Konfiguration.
3.4 Installation
Die Installation erfolgt über PowerShell mit Administratorrechten.
.\Installieren.ps1
Während der Installation werden automatisch folgende Schritte durchgeführt:
- Prüfung der Konfiguration
- Prüfung des API-Keys
- Prüfung der IK-Konfiguration
- Prüfung des HTTPS-Zertifikats
- Prüfung der Zertifikatskette
- Erstellen des Installationsverzeichnisses
- Kopieren der Programmdateien
- Erstellen des Datenverzeichnisses
- Erzeugen der IK-Unterordner
- Setzen der NTFS-Berechtigungen
- Erstellen der Firewallregel
- Anlegen des Windows-Dienstes
- Starten des Dienstes
- Funktionstest des WebService
Nach erfolgreicher Installation ist der Dienst sofort betriebsbereit.
3.5 Verzeichnisstruktur
Nach der Installation ergibt sich folgende Struktur:
C:\
│
├── Programme
│ └── MCDMS WebService
│ MCDMS.WebService.exe
│ appsettings.json
│
└── Daten
├── Eingang
│ ├── 123456789
│ └── 987654321
│
└── Ausgang
├── 123456789
└── 987654321
Für jede freigegebene IK wird automatisch ein eigener Ordner angelegt.
3.6 Windows-Dienst
Der WebService wird als Windows-Dienst installiert.
Eigenschaften:
- automatischer Start
- Betrieb im Hintergrund
- automatische Neustartversuche bei Fehlern
- keine Benutzeranmeldung erforderlich
Der aktuelle Status kann über die Windows-Dienstverwaltung überprüft werden.
3.7 Firewall
Während der Installation wird automatisch eine Windows-Firewallregel erstellt.
Freigegeben wird ausschließlich der konfigurierte HTTPS-Port.
Weitere Firewallanpassungen sind in der Regel nicht erforderlich.
3.8 Aktualisierung (Update)
Ein Update erfolgt durch erneutes Ausführen des Installationsskripts.
.\Installieren.ps1
Dabei werden:
- vorhandene Programmdateien ersetzt,
- der Windows-Dienst aktualisiert,
- die Firewallregel überprüft,
- die Konfiguration erneut validiert.
Vorhandene Daten im Datenverzeichnis bleiben vollständig erhalten.
3.9 Deinstallation
Zur vollständigen Entfernung steht das Skript
.\Deinstallieren.ps1
zur Verfügung.
Dabei werden entfernt:
- Windows-Dienst
- Firewallregel
- Installationsverzeichnis
Der Datenordner bleibt standardmäßig erhalten.
Soll dieser ebenfalls gelöscht werden:
.\Deinstallieren.ps1 -DatenLoeschen
In diesem Fall werden sämtliche Ein- und Ausgangsdateien dauerhaft entfernt.
3.10 Installation überprüfen
Nach erfolgreicher Installation sollte der Status-Endpunkt aufgerufen werden.
Beispiel:
https://Servername:5001/api/v1/status
Eine erfolgreiche Antwort bestätigt, dass:
- der Windows-Dienst läuft,
- HTTPS funktioniert,
- der WebService erreichbar ist.
