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04 Formular in die Akte einbinden

Übersicht

Nach der Erstellung eines Formulars im Formular-Designer muss dieses im System registriert werden, damit es innerhalb der Patientenakte verwendet werden kann.

Die Einbindung erfolgt über die Systemkonfiguration.
Dabei wird das Formular einer Akte oder einer Aktenkategorie zugeordnet und kann anschließend in der Benutzeroberfläche geöffnet werden.

Erst danach erscheint das Formular in der Patientenakte.

Speicherort des Formulars

Formulare werden im System als APF-Dateien gespeichert.

Typischer Speicherort:

...\FORMULAR\

Innerhalb dieses Verzeichnisses können weitere Unterordner zur Strukturierung verwendet werden.

Registrierung im System

Damit ein Formular innerhalb der Patientenakte verwendet werden kann, muss es im System konfiguriert werden.

Dies erfolgt über den MediControl Konfigurator.

Starten Sie das Programm für die Akteneinstellung als Administrator:

Wahlen Sie Akte >> gewünschten Aktenbereich (TAB >> Neu Verknüpfung

Hier wird das Formular:

  • registriert
  • einer Akte zugeordnet
  • einer Kategorie zugeordnet
  • optional mit weiteren Eigenschaften versehen

Verknüpfung

Damit ein Formular innerhalb der Patientenakte verwendet werden kann, muss es über eine Verknüpfung im System registriert werden.

Diese Verknüpfung definiert:

  • welches Formular geöffnet wird
  • in welcher Aktenstruktur es erscheint
  • welche zusätzlichen Funktionen beim Öffnen oder Speichern ausgeführt werden

Die Konfiguration erfolgt über den Dialog „Verknüpfung bearbeiten“.

1. Typ des Eintrags

Type des Eintrags

In unserem Beispiel ist das Formular eine APF-Datei.

INTERN_EDIT_FRM

Dieser Typ definiert einen internen Formularaufruf.

Dabei wird ein Formular aus dem Formularverzeichnis geöffnet und innerhalb der Patientenakte zur Bearbeitung angezeigt.

2. Name des Eintrags

Name des Eintrags

Der Name definiert die Bezeichnung des Formulars innerhalb der Aktenstruktur.

Dieser Name erscheint später in der Benutzeroberfläche der Patientenakte.

Beispiel:

Aufnahmebogen
Entlassbericht
Befundformular

3. Matchcode

Der Matchcode ist eine interne Kennung für den Eintrag.

Er wird verwendet für:

  • Skriptzugriffe
  • Systemfunktionen
  • automatisierte Abläufe

Der Matchcode sollte eindeutig sein.

Beispiel:

AUFNAHME
ENTLASSUNG
BEFUND

4. Tbl. Name SQL

Dieses Feld kann verwendet werden, um das Formular mit einer Datenbanktabelle zu verknüpfen.

Typische Verwendung:

  • Speicherung strukturierter Formularwerte
  • Zugriff auf Datenbankfelder
  • Datenbindung zwischen Formular und Datenbank

5. Script-Ausführung beim Öffnen

In diesem Feld kann ein Skript definiert werden, das beim Öffnen des Formulars ausgeführt wird.

Typische Anwendungen:

  • Vorbelegen von Feldern
  • Laden zusätzlicher Daten
  • dynamische Anpassung von Formularinhalten

6. Script-Ausführung beim Schließen / Speichern

Dieses Skript wird ausgeführt, wenn das Formular:

  • gespeichert wird
  • geschlossen wird

Typische Aufgaben:

  • Datenvalidierung
  • Berechnungen
  • automatische Weiterverarbeitung

7. Standard-Aktenstatus

Der Standard-Aktenstatus definiert den Status des Akteneintrags.

Beispiele:

  • InBearbeitung
  • Freigegeben
  • Archiviert

Der Status kann für Workflows oder Filter verwendet werden.

8. Ebene

Die Ebene definiert die Position innerhalb der Aktenstruktur.

Beispiel:

Ebene 1 → Hauptkategorie
Ebene 2 → Unterformular

9. Sichtbarkeit

Mit dieser Einstellung wird gesteuert, ob der Eintrag:

  • sichtbar
  • ausgeblendet
  • abhängig von Bedingungen sichtbar

sein soll.

10. Aktiviert / Sichtbar

Dieser Schalter legt fest, ob das Formular im System aktiv ist.

Ist diese Option deaktiviert, erscheint das Formular nicht in der Akte.

11. Als Formular

Wenn diese Option aktiviert ist, wird der Eintrag als Formularobjekt behandelt.

Das System öffnet dann automatisch das zugehörige Formular aus dem Formularverzeichnis.

12. Für §301

Diese Option kennzeichnet Formulare, die im Zusammenhang mit der §301-Kommunikation verwendet werden.

13. Auswahl Standard / Eine Datenbank

Diese Einstellung definiert die Datenquelle des Formulars.

Auswahl Standard

Standardformular ohne feste Datenbankbindung.

Eine Datenbank

Formular arbeitet mit einer spezifischen Datenbanktabelle.

14. Einzelfelder

Aktiviert die Einzelfeldverarbeitung.

Dabei werden Formularfelder einzeln gespeichert und verarbeitet.

15. Erweiterte Formularfunktionen

Enhanced Data Forms

Erweiterte Formularlogik für komplexere Datenstrukturen.

16. Keine Speicherung bei Neuanlage

Wenn aktiviert, wird beim ersten Öffnen des Formulars kein automatischer Speichervorgang durchgeführt.

17. Abhängige Matchcodes

Hier können Matchcodes definiert werden, von denen dieser Eintrag abhängig ist.

Das Formular erscheint dann nur, wenn diese Bedingungen erfüllt sind.

18. Abhängige Variablen

Hier können Systemvariablen definiert werden, die die Sichtbarkeit oder Aktivierung des Formulars beeinflussen.

19. Erweiterte Optionen

Der untere Bereich enthält zusätzliche Funktionen.

Beispiele:

Einmalig erstellbar

Das Formular kann pro Patient nur einmal angelegt werden.

Titel abfragen

Beim Anlegen des Formulars wird ein Titel abgefragt.

Akteneintrag automatisch anlegen

Der Eintrag wird automatisch erzeugt, ohne dass der Benutzer ihn manuell anlegen muss.

Historie führen

Änderungen am Formular werden historisiert.

One-Click Signatur

Das Formular kann direkt elektronisch signiert werden.

Automatisches Speichern bei Button-Klick

Wenn im Formular Buttons vorhanden sind, wird beim Klick automatisch gespeichert.

20. Kritisches Ablaufdatum

Hier kann ein Datum definiert werden, nach dem ein Formular als kritisch oder überfällig markiert wird.

Beispiel:

30 Tage nach Entlassung

Zusammenfassung

Die Formularverknüpfung definiert:

  • welches Formular geöffnet wird
  • wo es in der Patientenakte erscheint
  • welche Skripte ausgeführt werden
  • welche Zusatzfunktionen aktiv sind

Erst durch diese Konfiguration wird ein Formular innerhalb der Patientenakte verfügbar.

Nach der Zuordnung erscheint das Formular im entsprechenden Bereich der Patientenakte.

Zugriff durch Benutzer

Sobald das Formular registriert wurde, kann es von berechtigten Benutzern innerhalb der Patientenakte geöffnet werden.

Typischer Ablauf:

  1. Öffnen der Patientenakte
  2. Auswahl der entsprechenden Kategorie
  3. Auswahl des Formulars
  4. Öffnen des Formulars zur Bearbeitung oder Anzeige

Die im Formular enthaltenen Felder werden automatisch mit den zugehörigen Daten verknüpft.

Anpassungen und Änderungen

Wird ein Formular im Designer geändert und anschließend gespeichert, steht die neue Version unmittelbar im System zur Verfügung.

In der Regel ist kein Neustart des Systems erforderlich.

Erweiterungen über Skripte

Formulare können zusätzlich mit der MCDMS Script-Engine erweitert werden.

Dadurch können beispielsweise:

  • Daten automatisch geladen werden
  • Inhalte dynamisch angepasst werden
  • Berechnungen durchgeführt werden
  • Systemfunktionen ausgelöst werden

Diese Erweiterungen erfolgen über entsprechende Skripte.

Zusammenfassung

Die Einbindung eines Formulars in die Patientenakte erfolgt in drei Schritten:

  1. Erstellung des Formulars im Formular-Designer
  2. Speicherung der Formular-Datei im Formularverzeichnis
  3. Registrierung und Zuordnung des Formulars im System

Nach der Registrierung steht das Formular den Benutzern innerhalb der Patientenakte zur Verfügung.