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01 Einleitung

Übersicht

Der MCDMS Script-Editor ist das zentrale Entwicklungswerkzeug innerhalb der MCDMS-Umgebung zur Erstellung, Bearbeitung und Ausführung von Skripten.

Über den Script-Editor können klinikspezifische Funktionen, Automatisierungen und Erweiterungen des Systems entwickelt werden.
Viele Funktionen des Systems – beispielsweise Dialoge, Datenverarbeitung, Schnittstellen oder Workflow-Logik – basieren auf Skripten, die über den Script-Editor erstellt und gepflegt werden.

Der Script-Editor stellt damit eine zentrale Komponente für die Anpassbarkeit und Erweiterbarkeit des Systems dar.

Einsatzbereiche

Typische Einsatzbereiche des Script-Editors sind:

  • Erstellung klinikspezifischer Funktionen
  • Automatisierung von Arbeitsabläufen
  • Integration externer Systeme
  • Datenverarbeitung und Validierung
  • Generierung von Dokumenten
  • Erstellung benutzerdefinierter Dialoge
  • Erweiterung der Systemlogik

Viele Module des Systems greifen intern auf Skripte zurück.

Aufbau der Oberfläche

Die Oberfläche des Script-Editors besteht aus mehreren Bereichen.

Menüleiste

Die Menüleiste enthält grundlegende Funktionen zur Verwaltung von Skripten.

Typische Menüpunkte:

MenüFunktion
DateiÖffnen, Speichern und Verwalten von Skripten
BearbeitenEditierfunktionen
Extraszusätzliche Werkzeuge
EinfügenEinfügen von Befehlen
KIKI-gestützte Funktionen
HilfeZugriff auf Dokumentation

Werkzeugleiste

Die Werkzeugleiste enthält Schnellzugriffe auf häufig verwendete Funktionen.

Beispiele:

  • Skript ausführen
  • Debug starten
  • Patienten auswählen
  • Variablen anzeigen
  • Skript speichern
  • Suche

Diese Funktionen ermöglichen eine schnelle Entwicklung und Analyse von Skripten.

Scriptbereich

Der zentrale Bereich dient zur Bearbeitung von Skripten.

Funktionen des Editors:

  • Syntaxdarstellung
  • Hervorhebung von Befehlen
  • Kommentarfunktionen
  • strukturierte Darstellung von Skriptblöcken

Der Editor unterstützt die Bearbeitung komplexer Skripte mit mehreren Programmlogiken.

Befehlsliste

Auf der rechten Seite wird eine Liste der verfügbaren Skriptbefehle angezeigt.

Beispiele:

  • ADD
  • DATABASE
  • EXECUTESQL
  • CREATEFILE
  • EXPORTCSV
  • FINDRECORD
  • CLEARVARS

Diese Befehle können in Skripten verwendet werden, um Systemfunktionen aufzurufen oder Daten zu verarbeiten.

Hilfe- und Informationsbereich

Im unteren Bereich wird eine kontextabhängige Hilfe angezeigt.

Wird ein Befehl im Script markiert, zeigt der Editor automatisch:

  • Beschreibung der Funktion
  • Parameterliste
  • Rückgabewerte
  • Beispielverwendung

Dadurch kann die Skriptsprache direkt innerhalb des Editors nachvollzogen werden.

Struktur eines Skripts

Ein Skript besteht aus einer Folge von Befehlen und Kontrollstrukturen.

Typische Elemente sind:

  • Variablen
  • Bedingungen
  • Sprungmarken
  • Systembefehle
  • Dialogfunktionen

Beispiel:

PRF=MCEXT.DLGTEXT{Patient,Geben Sie den Namen ein:,,400,150}
IFBLOCK{NAME=}
EXIT=EXITSCRIPT{}
ENDIF

Das Skript ruft einen Dialog zur Texteingabe auf und prüft anschließend, ob ein Wert eingegeben wurde.

Dialogfunktionen

Der Script-Editor ermöglicht die Erstellung benutzerdefinierter Dialoge.

Beispiele:

  • Texteingaben
  • Auswahlfenster
  • Tabellenanzeigen
  • Bestätigungsdialoge

Typische Funktionen sind:

  • DLGTEXT
  • GRID
  • DLGDATE
  • DLGSELECT

Diese Funktionen können direkt aus Skripten heraus aufgerufen werden.

Steuerstrukturen

Die Skriptsprache unterstützt grundlegende Steuerstrukturen.

Beispiele:

BefehlFunktion
IFBLOCKBedingte Ausführung
ELSEalternative Ausführung
ENDIFEnde einer Bedingung
GOSprung zu einer Marke
EXITBeenden eines Skripts

Diese Strukturen ermöglichen komplexe Programmabläufe.

Variablen

Skripte können mit Variablen arbeiten.

Typische Variablenarten:

  • lokale Variablen
  • Systemvariablen
  • Datenbankfelder
  • temporäre Werte

Beispiele:

NAME={NAME}
ALTER={ALTER}
MSG=Patient {NAME} ist {ALTER} Jahre jung.

Variablen können innerhalb eines Skripts weiterverarbeitet werden.

Datenbankzugriffe

Der Script-Editor ermöglicht den Zugriff auf Datenbanken.

Typische Funktionen:

  • SQL-Abfragen
  • Datensatzsuche
  • Datensatzänderung
  • Import und Export von Daten

Die Datenbankzugriffe erfolgen über spezielle Skriptbefehle.

Debugging

Der Script-Editor unterstützt Debugging-Funktionen zur Analyse von Skripten.

Mögliche Funktionen:

  • schrittweise Ausführung
  • Anzeige von Variablenwerten
  • Protokollierung von Skriptabläufen
  • Fehlermeldungen

Diese Funktionen erleichtern die Entwicklung und Fehleranalyse komplexer Skripte.

Integration in MCDMS

Skripte können innerhalb verschiedener Systembereiche verwendet werden.

Typische Einsatzorte:

  • Patientenakte
  • Formulare
  • Systemmodule
  • Workflows
  • Schnittstellenprozesse

Dadurch können Funktionen des Systems flexibel erweitert werden.

Erweiterbarkeit

Die Skriptengine kann durch zusätzliche Funktionen erweitert werden.

Beispiele:

  • MCEXT-Funktionen
  • SDK-Erweiterungen
  • API-Aufrufe
  • Integration externer Programme

Dadurch lassen sich auch komplexe Integrationsszenarien realisieren.

Zusammenfassung

Der MCDMS Script-Editor ist das zentrale Werkzeug zur Anpassung und Erweiterung des Systems.

Über Skripte können:

  • Systemfunktionen erweitert
  • Workflows automatisiert
  • Dialoge erstellt
  • Daten verarbeitet
  • externe Systeme integriert

werden.

Der Script-Editor ermöglicht damit eine flexible Anpassung des Systems an klinikspezifische Anforderungen.