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MCDMS-AKTE – Einleitung

MCDMS-AKTE – Technische Einführung

Übersicht

Die MCDMS-Akte ist das zentrale Informationsobjekt innerhalb des MCDMS-Systems.
Sie bündelt alle medizinischen, administrativen und dokumentenbasierten Informationen zu einem Patientenfall und stellt diese strukturiert über verschiedene Module des Systems bereit.

Die Akte dient als primärer Zugriffspunkt für:

  • medizinische Dokumentation
  • Befunde und Diagnosen
  • Labor- und Gerätedaten
  • Dokumente und Berichte
  • Formulare und strukturierte Datensätze
  • externe Schnittstellenkommunikation

Alle Daten werden in der Akte logisch miteinander verknüpft und können über unterschiedliche Ansichten und Module verarbeitet werden.

Architektur der Patientenakte

Die MCDMS-Akte basiert auf einer modularen Architektur und verbindet mehrere Datenquellen innerhalb eines zentralen Fallkontextes.

Typische Datenquellen sind:

  • interne Datenbanken
  • Formular- und Dokumentendaten
  • medizinische Geräte
  • externe Systeme
  • Schnittstellen zu Partnern

Über diese Architektur können klinische Informationen, Dokumente und strukturierte Daten gemeinsam verarbeitet werden.
Die Patientenakte bildet damit den zentralen Knotenpunkt innerhalb der gesamten MCDMS-Systemlandschaft.

Datenstruktur

Innerhalb der Akte werden Daten in verschiedenen Kategorien organisiert.

Stammdaten

Patientenbezogene Basisinformationen:

  • Name
  • Geburtsdatum
  • Adresse
  • Kostenträger
  • Einweiser
  • Versicherungsdaten

Diese Daten werden systemweit verwendet und stehen allen Modulen zur Verfügung.

Medizinische Daten

Die medizinische Dokumentation umfasst unter anderem:

  • Diagnosen (ICD)
  • Therapien
  • Assessments und Scores
  • Medikationspläne
  • Vitalwerte
  • Pflege- und Verlaufsdokumentationen

Die Daten werden strukturiert gespeichert und können für Berichte, Auswertungen oder Schnittstellen verwendet werden.

Dokumente

Dokumente werden im integrierten Dokumentenmanagement gespeichert.

Typische Dokumenttypen:

  • Arztbriefe
  • Entlassberichte
  • externe Befunde
  • PDFs
  • gescannte Dokumente
  • Bilder (z. B. Wunddokumentation)

Das System unterstützt verschiedene Dateiformate und ermöglicht eine langfristige Archivierung medizinischer Dokumente.

Formular- und Datenbankintegration

MCDMS erlaubt die Integration eigener Formulare und Datenstrukturen.

Dazu gehören:

  • medizinische Formulare
  • Assessments
  • Scores
  • strukturierte Dokumentationen
  • klinikspezifische Datenerfassung

Neue Formulare können über integrierte Designer und Datenbankstrukturen erweitert werden.

Ansichten (Views)

Die Darstellung der Akteninformationen erfolgt über konfigurierbare Ansichten.

Views ermöglichen:

  • fallbezogene Übersichten
  • strukturierte Informationsdarstellung
  • Einbindung von HTML- oder Skriptansichten
  • dynamische Anzeige medizinischer Inhalte

Views können sowohl systemweit als auch aktenbezogen verwendet werden.

Dokumentenerstellung

Die MCDMS-Akte unterstützt verschiedene Formen der Dokumentenerstellung.

Beispiele:

  • Arztbriefschreibung
  • Entlassberichte
  • Serienbriefe
  • automatisierte Dokumentgenerierung
  • Integration von Textbausteinen

Dokumente können entweder mit dem internen Editor oder über MS-Office erstellt werden.

Schnittstellen und Integration

Die Patientenakte ist vollständig in die Schnittstellenarchitektur des MCDMS-Systems integriert.

Unterstützte Standards:

  • HL7
  • LDT
  • GDT
  • XML
  • PDF
  • API-basierte Schnittstellen

Damit können Daten aus Laboren, medizinischen Geräten oder externen Systemen automatisch übernommen werden.

Medizinische Geräte

Die Integration medizinischer Geräte erfolgt über standardisierte Schnittstellen.

Unterstützte Systeme können beispielsweise sein:

  • EKG
  • Blutdruckmessgeräte
  • Sonographie
  • CTG
  • Lungenfunktion

Gerätedaten können automatisch in die Patientenakte übernommen und dort gespeichert werden.

§301-Kommunikation

Für Rehakliniken unterstützt MCDMS den vollständigen Datenaustausch gemäß §301.

Dazu gehören:

  • Aufnahmemeldungen
  • Entlassmeldungen
  • Verlängerungen
  • Unterbrechungen
  • Statusmeldungen

Die notwendigen Informationen werden direkt aus den Daten der Patientenakte erzeugt.

Erweiterbarkeit

Die Patientenakte kann über verschiedene Mechanismen erweitert werden:

  • MediControl-SDK
  • Skripting
  • Formular-Designer
  • Workflow-Konfiguration
  • Schnittstellen

Dadurch können klinikspezifische Anforderungen ohne grundlegende Systemänderungen umgesetzt werden.

Performance und Systemintegration

Die Ladezeiten der Akte hängen primär von Netzwerkstruktur und Datenvolumen ab.
Durch Optimierungen der internen Architektur und Skriptengine wurden in aktuellen Versionen Performance und Erweiterbarkeit deutlich verbessert.

Zusammenfassung

Die MCDMS-Akte stellt den zentralen Informationscontainer des Systems dar.
Sie verbindet medizinische Dokumentation, Dokumentenmanagement, Schnittstellen und Workflow-Prozesse innerhalb einer gemeinsamen Systemstruktur.

Durch die offene Architektur kann die Patientenakte flexibel an klinikspezifische Anforderungen angepasst und in bestehende IT-Landschaften integriert werden.